Was ist eine Autoklavenbehandlung oder Druckimprägnierung ?
Das geruchlose und wasserbasierte Holzschutzmittel wird unter Druck (ca. 8 bar) in das Holz eingespritzt. Dies bietet einen lang anhaltenden Schutz vor Fäulnis und Schädlingsbefall.
Wann und warum wird die Autoklavenbehandlung angewendet?
Dieses Verfahren wird für einheimische Nadelhölzer (Tanne, Fichte, Kiefer usw.) empfohlen, die nicht ausreichend resistent gegen Fäulnis, Pilze und holzzerstörende Insekten sind. Es wird für Holz verwendet, das mit dem Erdreich oder Feuchtigkeit in Berührung kommt, wie z. B. Pfosten, Terrassen, Lawinenschutzwände, Stabilisierungskonstruktionen, Strommasten, Spielplätze, Brücken, Bauwerke an Ufern, Balkone usw. (Klasse 3: ohne Erdkontakt, z. B. Fassaden, Lärmschutzwände, Sichtschutzwände).
Welche Vorteile bietet die Autoklavierung?
Autoklavbehandeltes Holz hat eine dreimal längere Lebensdauer als unbehandeltes Nadelholz.
Welche Farbe hat die Autoklavenbehandlung?
Nach der Oxidation und Fixierung nimmt das Holz eine leicht grünliche bis bräunliche Farbe an. Der Braunton wird durch die Zugabe einer Farbpaste erzielt. Es handelt sich dabei nicht um eine deckende Beschichtung, sondern um eine Beize mit begrenzter Eindringtiefe. Die Farbe nach der Imprägnierung hängt vom Trocknungsprozess, der Oberflächenstruktur, der Eindringtiefe des Produkts und der Holzqualität ab.
Welche Produkte werden verwendet ?
Tanalith C (Lonza Group Ltd.)
Korasit CX (Kurt Obermeier GmbH & Co. KG)
Wolmanit CX-10 (Dr. Wolman GmbH, BASF-Gruppe)
Wie sollten druckimprägnierte Produkte gelagert werden?
Imprägniertes Holz muss vor Regen und Schmutz geschützt und gut belüftet gelagert werden.
Welche Phasen umfasst der Behandlungszyklus?
- Schritt 1:
Das ordnungsgemäß vorbereitete und getrocknete Holz wird in den Behandlungszylinder gefüllt. Nach dem Anlegen eines anfänglichen Vakuums wird die Luft aus den Holzzellen entfernt. Das Vakuum wird anschließend aufrechterhalten. - Schritt 2:
Füllen Sie den Vakuumzylinder mit dem Holzbehandlungsmittel. Bei Bedarf wird ein brauner Farbstoff hinzugefügt. - Schritt 3:
Durch Anwendung von hydraulischem Druck wird das Holzschutzmittel tief in die Holzzellen eingepresst. - Schritt 4:
Durch das abschließende Vakuum wird die überschüssige Produktlösung abgesaugt und in den Lagertank zurückgeführt. - Schritt 5:
Luft strömt in den Zylinder, um den Behandlungszyklus zu beenden.


